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Concepción

Concepción

Concepción, auch "die Perle des Nordens" genannt, ist eine fröhliche, saubere und lebhafte Stadt. Sie liegt am Ufer des Rio Paraguays und ist auf der neu ausgebauten Ruta 3 bis zu der Stadt Yby Yaú und dort links ab, über Horqueta, sehr gut erreichbar. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, über die 1996 eingeweihte Brücke "Narrawa" kann man den Rio Paraguay überqueren und seine Fahrt durch den Chaco fortsetzen.
Über die Ruta 2 von Asunción, Caacupé nach Coronel Oviedo und dort links ab auf die Ruta 3, Richtung Pedro Juan Caballero fuhren wir um endlich auch einmal Concepción zu besuchen. Dabei wollten wir die Gelegenheit gleich mit nutzen und einen Abstecher in die erste deutsche Kolonie in Paraguay "Nueva Germania" zu machen, die am 23.August 1887 vom Dr. Bernhard Förster, dem Mann von der Schwester Friedrich Nietzsches gegründet. Nueva Germania findet man etwa 9 Km hinter der Ortschaft Lima links ab und dann 28 km. Erdstrasse, die direkt in Nueva Germania endet. Unsere Überaschung war gross, als wir uns nach der Municipalidad (Rathaus) durchgefragt hatten und da neben der paraguayischen Fahne auch die Deutsche am Mast flattern sahen! Der Ort hat heute 26.572 Einwohner und sehr viele Leute haben deutsche Familiennamen, aber leider sprechen nur noch wenige deutsch. Aber es gibt auch noch ein kleines, aber sehr sauberes deutsches Krankenhaus dort und die Angestellten des Rathauses hätten uns am liebsten gleich für einige Tage dabehalten. Auf unserer Weiterfahrt (die Erdstrasse wieder zurück) kamen wir nach 25km. zur Kolonie Rio Verde, einer Region deutschsprachiger Mennoniten (ein Plattdeutsch, das wir aber nicht verstehen), die über Holland und Mexico nach Paraguay einwanderten. Sie leben sehr unter sich, haben bis heute weder Fernseher noch Autos, aber ihre Häuser und Höfe sind sehr gepflegt und zeigen einmal mehr den immensen Fleiss dieser Menschen. Alle sind blond und blaueugig und sie betrachten zu erst jeden Fremden misstrauisch, aber hat man einmal den Kontakt zu ihnen geschafft, geben sie auch freundlich Auskunft.Nach weiteren 80km. erreicht man die etwas turbulente und merkwürdige Kolonie Yby Yaú, rechts geht die Strasse weiter zum Nationalpark Cerro Cora und nach Pedro Juan Caballero, wir aber biegen links ab und setzen unsere Fahrt über Horqueta fort nach Concepción. Auch diese Strasse ist in einem hervorragendem Zustand und wir fahren durch eine schöne Gegend. Links und rechts sehen wir die typischen paraguayischen Häuser, meist aus Holz und mit einem Strohdach, ab und zu sahen wir aufgereihte Garben, wir dachten, es wäre auch eine Art Stroh und als wir fragten, erfuhren wir, das es Sesam ist.Von Concepción waren wir begeisstert, eine saubere, gepflegte Stadt, mit auffallend freundlichen Menschen. Sehr schöne Fotomotive trifft man fast in allen Strassen und auch die neu gebaute Brücke über den Rio Paraguay, in Richtung Chaco, ist einen Abstecher wert. Die Stadt wurde am 31. Mai 1773 vom Governeur Agustin Fernando de Pinedo y Fernández de Valdivieso gegründet und hat heute 70.192 Einwohner und eine Ausdehnung von 8.490 km2.

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